Dienstag, 10. Juni 2008

Im Schnittpunkt mancher Tage

...liegt der Blick auf diesem Blog und mit ihm die Frage nach dem Sinn der Hierseins. Das kommt bei den besten Bloggern vor, also nichts für ungut...
Heut hörte ich recherchierenderweise einmal wieder etwas vom Loslassen. Und erinnere mich an einstige Grundmotive und ihre Dramatik. Sie sind im Herzen verzurrt, an sicherem Gepäckplatz auf der Reise des Lebens. Sie möchte ich garnicht nicht loslassen. Was auch daran liegt, dass sich mich nicht festhalten.
Freilich - und das ist ja das Grundvertrauen - verdrängen sich jene Tage nichts ins Vergessene, doch trägt der Weise (und auch der Eitle, klar doch) gerade seine Narben mit Selbstbewusstsein.
Leben, dass du deine Farben so verschieden wählen kannst, macht das Hauptmotiv für die Dankbarkeit aus.

Montag, 7. April 2008

Fundstück

Nein, nicht übers Wetter wird geredet, das machen alle und die meisten nölen auch noch, ich fand etwas, worin ich - abweichend von sonstigem Understatement - sitzen mögen würde, wenn wieder einmal vor mir die Straße mit überjährigem Schlafmützenvolk verstopft ist.
Hier
foto_smart_hummer

Aber, oh Wunder, schon diese kleine Genugtuung macht, dass der Puls wieder gen Gelassenheit sinkt.
Auch was wert...

Dienstag, 19. Februar 2008

Pixelrauschen

Na so was!
Okay, das Leitmedium der Branche sollte regelmäßig sein Revier abschreiten und ja, die Debatte über Sinn und Unsinn der User-Rezipient-Beziehung ist auch mit Klicks nur mittelbar zu beeinflussen, doch das Gegacker der Branche macht doch auch hellhörig.
Es ist ein Versuch.
Was ist dagegen einzuwenden?
Es verstößt gegen "Regeln".
Machen das nicht alle, die vom "Weg" abgehen?

Geben wir zoomer.de 100 Tage?
Wenigstens 100 Stunden?
Und halten wir endlich den Wertschöpfungsansatz nicht andauernd für eine zwangläufige Intellektminderung.
Dieses Land hat genügend Oberstubenschmalz.
Lassen wir uns also nicht das Gegenteil einreden.
Von niemandem

Montag, 14. Januar 2008

Nicht schicklich...

... fand ich es, solcherart Dinge zu schreiben und amüsierte mich doch so köstlich beim Lesen, dass ich via Verlinkung meine Referenz erweisen möchte. Wer weiter vorn etwas über die Art meines Untersatzes las, wird sich über obige Affinität wundern.
Und zugleich merken: Die silberne Republik ist im Anmarsch!
Die Auffahrtschleicher, Verdachtsbremser, Limitunterbieter vermehren sich schneller als Borkenkäfer in Trockenjahren.
Warum nur greift Rücksicht nicht als Regel in des Wortes konkretem Sinne? Wer den Rückspiegel ansieht, bemerkt auch, wem er im Weg ist. Stillstand ist Rückschritt!
Doch sei jedem das eigene Tempo gegönnt.
Jedem, hört ihr?

Montag, 31. Dezember 2007

Der innere Schatten

Zwischen dem Aberglauben und der Religion zu unterscheiden, das ist etwas für Analysten. Und Egomanen. Bis zur Recht- (und damit nötigerweise Falsch-) gläubigkeit ist es da nicht mehr weit. Viel größer ist der Graben zwischen jenen, die sich via Glaube (aller Art) ganz offen über manche Unerklärlichkeit hinweg helfen und jenen, die die Panik umtreibt, damit das sichere rationale Ufer zu verlassen.

Dass die offensichtlichen Beispiele ins dunkle Gefilde führen, dürfte schon ein Fingerzeig sein, doch der Reihe nach: Wenn Bergleute einen Tunnel in den Berg bohren - egal zu welchem späteren Zweck - dann vertrauen sie nicht nur auf die anerkannten Methoden des bergmännischen Vortriebs. Ein Tunnel braucht eine Patin. Diese Patin leiht ihren Namen dem Tunnel aus - zumindest für die Bauzeit. So hieß etwa der Tunnel Alte-Burg Claudia-Tunnel (nach der seinerzeitige CDU-Bundestagsabgeordneten Nolte) und der Tunnel Rennsteig Christiane-Tunnel (nach der Frau des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Männer kommen nicht in Frage. Denn die Frauen repräsentieren in diesem Amt die irdische Stellvertreterin der Heiligen Barbara.

Legenden berichten, dass dieses Mädchen sich nicht, wie vom Vater gewünscht, mit einem reichen Mann verheiraten ließ, sondern sich statt dessen einer kleinen Gruppe Christen, die damals in ständiger Angst vor den kaiserlichen Christenverfolgern im Verborgenen lebten, zuwandte. Daraufhin ließ ihr Vater, ein Christenhasser, sie geißeln und hinrichten. Auf dem Weg ins Gefängnis soll sich ein Kirschzweig im Kleid der Heiligen verfangen haben, der bei der Hinrichtung in voller Blüte stand.

Barbara gilt auch als Patronin der Bergleute, da eine Legende besagt, dass ein sich öffnender Felsen Barbara auf der Flucht vor ihrem Vater zunächst Schutz geboten habe. Vielerorts wird am 4. Dezember für jedes Kind ein Zweig geschnitten und mit Bändern geschmückt.

Den Bergleutebrauch ist das eine. Aber wie erklärt einer seinen aktuellen Fortbestand? Und zwar über die Tradition hinaus?

Vor wenigen Wochen, Anfang November, stahlen Unbekannte die Statue der heiligen Barbara in Gehren. Dort graben Tunnelbauer eine Spirale in den Berg. Die Bergleute können zwar alle Regeln des Arbeitsschutzes anwenden, der Berg aber antwortet gelegentlich ungefragt. Und wer drückt ein subjektives Angstgefühl nieder, das von dieser Unberechenbarkeit herrührt? Kein Wunder, dass die Bergleute neulich den Barbara-Diebstahl nicht auf die leichte Schulter nahmen. Die Statue war in einem rituellem Akt geweiht worden, die Patin Angela Rocktäschel offiziell ins Amt eingeführt. Und nun?

Die Bergleute besorgten schleunigst eine neue Figur, die Patin führte sie erneut durch die Stollen und nunmehr steht Barbara an einem Platz, an dem sie schlecht zu stehlen ist - im Berg selbst.

Der Geschichten sind noch einige: So geschehen am Alte-Burg-Tunnel: Patinnen sind eigentlich gehalten, sich öfter bei ihrem Tunnel blicken zu lassen. Dass der Berg übel nimmt, wenn das nicht passiert, zeigte er am 30. Juni 1999, als die Mineure von unten her einen - im Mittelalter notdürftig zugeschütteten - Bergwerksstollen erreichten, der in keiner Karte verzeichnet war. Der sich sonst stauende Regen konnte jetzt nach unten ablaufen und verschüttete mit Getöse einen Teil der Vortriebsröhre. Nur Minuten, nachdem die Bauleute - aus einem Gefühl heraus - das Feld geräumt hatten.

Vom großen Nachbar Rennsteig-Tunnel sind solche Dramen nicht überliefert, allerdings wurde er - je nach Lesart um einiges später fertig. Auch hier irgendetwas nicht in Ordnung an den Barbara-Regeln? Die Tunnelpatin Christiane Herzog starb am 19. Juni 2000, drei Jahre vor Bauende.

Wann immer einer die Elle der Kausalität anlegt, wird er Beweis und Gegenbeweis in vergleichbarer Anzahl finden. Statistiker scheitern grandios, wenn sie etwa dem Volke erklären wollen, dass gerade dann, wenn ein Jackpot besonders voll ist, die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes - wie hoch auch immer - deutlich sinkt. Und so bleibt es die ewige Suche im eigenen Inneren nach den hinreichenden Grund des eigenen Daseins, die einen zu ganz persönlichen "Marotten" animiert. Aberglaube ist nichts weiter als ein Ausdruck davon. Dass er öfter als einmal vorkommt, ist eher ein Zeichen für den - mit Verlaub - Herdentrieb des Menschen, als einer größeren "Wahr"-"schein"-lichkeit.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Namarie, Schattenfell!

97 Monate, drei und ein Drittel Mal am Äquator um die Welt und in der Blüte seiner Jahre sogar in einem Buch berühmt geworden - ist nun seine Zeit gekommen: So schaut mein Gefährte mich über acht Jahre lang an. Seine Jagdgründe trennen sich von den meinen, auch wenn sein Nachfolger - wie er - aus dem Reich der Mearas kommt - aber ein Rappe sein wird. Schattenfell hieß er ja nicht seiner Farbe wegen, sondern weil ein Begleiter von Gerandalf eben diese Bezeichnung erheischt.
Abschied zu nehmen ist nicht nur von einem treuen Gefährten, der in beiden Jahrtausendhälften präsent war, sondern von all jenen Lebensschnittpunkten, die ihre Abdrücke beinahe unauslöschlich mit dem Innenraum verschweißt hatten.
Da gab es eine unscheinbare Schmutzspur am Wagenhimmel, die entstand, als einer jungen Maid beim Fixieren eines abgefallenen Aufpuffs in der Kirchhorster Straße zu Hannover zu helfen war.
Eine unsichtbare Schweißperle, als im Frühsommerregen 2002 Blitz und Donner auch innnen verschmolzen.
Eine am Rückspiegel baumelnde Baumscheibe mit einer Rhaido-Rune zum Schutz aller Reisenden, Schattenfell Heck mit Durchblick zum Beifahrer(Innen)sitzein Wappen mit Stäben und einem Ring, einen aus der Welt gerückten Seelenort repräsentierend und eine gesplitterte Front, die zwar riss, aber niemals brach.
Auf langen Reisen war er dabei, zog die Blicke auf Reiter und Ross längst nicht nur beim Parkvorgang, lud immer wieder fremde Zweifler zum Platznehmen und Ausprobieren ein.
Er war Zeuge großer emotionaler Amplituden in meinem Leben, deswegen gebührt ihm ehrende Verneigung und ein kleines Denkmal in Form dieses Blogeintrags.

Nachtrag:
Namenslos ist der neue noch, doch die Hoffnung, dass nicht Schatten in seinen Namen müssen, ist groß.

Mittwoch, 12. September 2007

Ein Buchgeist namens Zeno

Mit dieser Idee heute hier beschrieben könnte sich erweisen, wie tragfähig die These von Peter Orban wirklich ist.
Ein Linktipp ist das Zeno-Projekt in jedem Falle.

Mittwoch, 5. September 2007

Minas Mithril

Das Zuhause hat den Namen gewechselt.
Minas Geral ist - Geschichte.
Es war längst an der Zeit.
Nur die Gelegenheit war noch nicht auf Augenhöhe.
Minas Newal war ein Interimstitel.
Er blieb bemüht, aber glücklos.
Die Wellen nahmen ihn flussabwärts mit sich
und es steht zu vermuten,
dass er sich auch in der Hauptstadt nicht verankern wird.

In der Morgendämmerung funkelt
Minas Mithril
hell,
inspiriert,
metallisch blank,
nicht unbedingt weich
und auf eine Weise geläutert
vom Staub, der sich hinfort wäscht
im launigen Gemurmel der Lebenswellen.

Silber sei das Licht
am Rand der Zukunft
und wie Earendils Gabe
ein Strahl in Stunden,
da alle Hoffnung schwinden könnte.

Jetzt und mutig ohne Limit.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Ebenenkontakt

Orlando Bloom, also der Schauspieler, also der Elb, also der Stellvertreter, also der Schwerenöter
ist verliebt
in eine Hexe, also...
und nun müssen wir nicht lang rätseln,
sondern uns vielmehr fragen, wie das wohl ausgehen soll,
wo doch deren erster Rat in solchen Dingen war, ist und bleibt,
dass er sich lieber eine von seinem Volke erwählen soll.
Mal sehn, mal sehn...

Donnerstag, 3. Mai 2007

Zum Gesagt sein!

Das Nachfolgende steht hier, weil ich es richtig und wichtig finde. Was nichts mit dem eigenen Senf zu tun hat.
Dem hier gibt es nichts wirklich Relevantes (von mir) hinzuzufügen.

Dies schreibt der
Solarförderverein

Solarindustrie muss Gewinne machen -
Die Notwendigkeit eines nationalen Alleingangs


Viele Menschen sehen in tiefer Sorge das Desinteresse der
Bush-Administration oder das angebliche Desinteresse der indischen oder chinesischen oder anderer Bevölkerungen am Klimaschutz. Sie können sich nicht vorstellen, wie ein nationaler deutscher Alleingang das weltweite Problem lösen könnte.
Wenn Klimaschutz nur aus Emissionshandel, Energiesparen und Verzicht bestünde, dann wäre in der Tat die Lage aussichtslos.

Glücklicherweise haben aber Ingenieure in Europa, Japan und USA eine
Reihe von Erfindungen gemacht, mit denen Energie emissionsfrei aus
Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse sowie Geothermie gewonnen werden
kann. Mit Hilfe dieser Erfindungen werden in Deutschland schon 13
Prozent des Strombedarfs erzeugt und die Menge der installierten Anlagen steigt ständig. Die Massenproduktion senkt bereits die Kosten. In wenigen Jahren kann Strom aus solchen Anlagen billiger sein als Strom aus Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken. Dann werden auch die ärgsten Klimamuffel - auch die in Indien, China oder den USA - schon aus Preisgründen lieber Solaranlagen, Windanlagen, Biogaskleinkraftwerke und Stromspeicher einkaufen als Dieselgeneratoren oder Kohlekraftwerke.

Es genügt deshalb, wenn wir BEI UNS im Land die neuen Techniken zur Marktreife bringen und durch weitere gesetzliche Verbesserungen und Anreize diesen Vorgang noch beschleunigen. Das ängstliche Schielen darauf, ob andere Staaten einen ähnlichen Beitrag wie wir zum Klimaschutz erbringen, ist unsinnig, fast sogar lächerlich:
Wann hat jemals ein Land die Entwicklung neuer Produkte davon abhängig
gemacht, ob die anderen Länder einen "angemessenen Anteil" beitragen?
Hat Henry Ford darauf gewartet, dass in Deutschland das Automobil in die
Massenproduktion kam? Hat Microsoft erst dann mit der Verbreitung von
Windows Ernst gemacht, nachdem europäische Firmen versichert haben, sie
würden auch einen angemessenen Anteil an Computerprogrammen erstellen?
Völlig absurd, solche Ideen! Soll vielleicht die deutsche Firma Enercon
- Weltmeister beim Bau von Windanlagen - zögern, weil viele andere
Länder keinen Anteil an der Windradproduktion aufweisen können?

Merkwürdig, dass viele Menschen noch immer nicht die wirtschaftlichen
Chancen begriffen haben, die - auch im Klimaschutz - demjenigen winken,
der mit seinen Produkten früher die Marktreife erreicht und den
Weltmarkt erobert.

Die Gegner der Energiewende stehen nicht nur in Indien, in China oder im
Weißen Haus, sie stehen auch mitten unter uns. Dabei tut ihre Motivation leider nichts zur Sache. Im Hinblick auf das Endergebnis ist es nämlich gleichgültig, ob jemand die Erneuerbaren Energien als Konkurrenz ansieht und sie deshalb verhindert, oder ob er durch Vorurteile und Zweifel zum Bremser wird. Die Gegner fordern Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke, angeblich um Zeit für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu gewinnen, und sie erschweren im selben Bundesland die Genehmigungsvoraussetzungen für den Neubau von Kleinwasserkraftwerken und Windanlagen auf das Unerträglichste.
Die Gegner/Bremser jammern, wenn bei der Solarenergie Gewinne gemacht werden - so als gäbe es in anderen Zweigen der Energiewirtschaft nicht erheblich höhere Gewinne. Sie halten sich für Wirtschaftsexperten und haben noch nicht einmal begriffen, dass Unternehmer sich nur dann einer neuen Technik zuwenden, wenn sie mit ihr höhere Gewinne erzielen können als mit der bisherigen Technik. Sie beklagen, dass die Gewinne bei der Produktion von Solaranlagen auf Kosten der Verbraucher gemacht werden - so als würden Gewinne in anderen Zweigen der Energiewirtschaft von einer guten Fee überreicht. Sie schreiben in einer hochbezahlten Studie für das Umweltministerium den Satz "Eine Fortsetzung dieser Wachstumsentwicklung (der Photovoltaik) über einen längeren Zeitraum ist in Deutschland nicht vorstellbar".
http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/zuwachsz.htm
Sie offenbaren damit einen erschreckenden Mangel an Phantasie oder schlimmer noch einen erschreckenden Mangel an wirtschaftlichem Hintergrundwissen. So hat z.B. das rasante Wachstum des Handy-Markts erst dann aufgehört, als jeder überhaupt in Frage kommende Bürger mindestens ein Handy hatte, und von einer solchen Sättigung ist der Photovoltaik-Markt noch meilenweit entfernt!
Wahrscheinlich können sich die gleichen Leute auch nicht vorstellen, dass der Meeresspiegel steigt, wenn alle Gletscher abschmelzen. Vielleicht hilft ihnen ein Blick auf die Landkarte:

Für Bremser, Zweifler und Verzweifelte haben wir die Möglichkeit eines vollständigen Umstiegs auf Erneuerbare Energien ganz kurz und anschaulich auf unserem Flyer 100 % dargestellt. Machen Sie sich die Freude und schauen Sie ihn an.
Kopieren Sie den Flyer, geben ihn weiter. Legen sie ihn Ihren Briefen bei. Vielleicht können Sie den Flyer sogar als kostenlose Werbung Ihrer Zeitung beilegen - fragen Sie einfach mal nach.
Die Versorgung mit 100 Prozent heimischen Erneuerbaren Energien muss im Gespräch bleiben!

Update:
Wer die Botschaften lieber gesungen hört, kann es hier probieren:
http://www.sfv.de/artikel/2007/hiphop_s.htm

Freitag, 27. April 2007

Nichts ist Zufall

Hier oben hat Kyrill gewütet und das in einer Weise, die Menschen mit Liebe zu Bäumen noch weniger kalt lassen konnte, als jede diesbezügliche Unachtsamkeit.
Doch nicht davon will ich erzählen, sondern einem Moment am Wegesrand, einem wichtigen. Zwölf Bäume habe ich gepflanzt, das habe ich mir vorgenommen, mitten unter Kollegen, denen dies auf einer anderen Ebene wichtig war. Auf dem Rückweg fand ich unter einem Vordach, titelfrei, diskret, aussagestark eben, als ein Zeichen, ein Symbolon
Und so, wie ich vor einer ganzen Sonnenrunde wusste, dass der neue Kreis beginnt, erkenne ich nun seinen Schluss.
So schließt sich der Kreis
Hier wird sich vollenden, was eine so lange Reise gebraucht, wie eben jene von Habakuck

Mittwoch, 21. März 2007

Schmunzelstoff...

Habe ich doch vorhin bei einer Sommerreifenfahrerin - also, wirklich, also wirklich - dieses neuerliche, sehr amüsante Pladoyer dafür gelesen, dass die Welt um einiges friedlicher wäre, würde man nicht der väterlichen, sondern der mütterlichen Erblinie die Regularien der Weltläufe überlassen.

Ausgewachsen

ranunkel
Ostara - die Zeit ist erinnerlich, als dieser Begriff, der ja nur das Prinzip beschreibt, ohne für sich selbst zu stehen, mir näher schien, als die realen Entsprechungen.
Die weisen unter den Menschen wissen, dass Erlebnisse in das tiefere Gedächtnis einsinken, wenn sie sich im Jahreslauf bestätigen lassen.
So gilt eigentlich an jedem Tag eines Jahres, besonders aber natürlich an den "Scharnier"-Tagen, der gleiche Satz: Fühle die Tage in ihrer Jahresreihe und bedenke ihren Sinn für dich.
Gleich ob Schrecken oder Glück, Banales oder Frust
all dies steht im Wunsch, eine Geschichte erzählen zu wollen.
Nicht zum Bejubeln
und auch nicht zum Verzweifeln
sondern zum Begreifen.
Was die größte Herausforderung in all dem sein kann.

Dienstag, 27. Februar 2007

Indizien für eine diffuse Ahnung

Vorurteile halten sich auchdeswegen so lange, weil sich ihres Charakters wegen keiner die Mühe macht, sie erforschen zu wollen.
Keiner? Das stimmt so nicht ganz...
Da schreibt SPON einen Tag vor dem Meteorologenfrühling:

WETTER-STATISTIK
Wochenenden kühler und feuchter als Werktage
Von Volker Mrasek

Pünktlich zum Wochenende wird das Wetter kühler, feuchter, weniger sonnig als unter der Woche - das haben Karlsruher Forscher jetzt erstmals offiziell bestätigt. Offenbar trommeln die Abgase des Menschen dem Wetter den Rhythmus.

Sah man nicht Hans Tilkowski des öfteren mit einem Blendschutz im Tor stehen, damals in den sechziger Jahren bei Borussia Dortmund? Oder sogar noch Norbert Nigbur vom FC Schalke 04, damals in den Siebzigern im offenen Rund des Gelsenkirchener Parkstadions? Warum eigentlich hütet heute kein Torwart mehr seinen Kasten mit der kapriziösem Sichthilfe auf dem Kopf?

Es mag an der Mode liegen, dass der Blendschutz beim Erstliga-Fußball am Samstagnachmittag verschwunden ist - aber fest steht jetzt auch: Am Samstagnachmittag braucht der Spieler ein Käppi sowieso am wenigsten. Denn ausgerechnet der Samstag ist der bewölkungsreichste Tag der ganzen Woche.

Mehr noch: Samstag und Sonntag sind im langjährigen Mittel die Tage der Woche mit dem schlechtesten Wetter. Die Niederschlagsmengen am Samstag liegen immerhin acht Prozent über dem Mittel aller sieben Tage - Wochenrekord.

Diese Erkenntnisse bestätigen eine verbreitete Weisheit unter Deutschlands Arbeitnehmern: Das Wetter wird immer pünktlich zum Wochenende schlecht. Zumindest über den Durchschnitt der Wetterstationen von 15 Jahren betrachtet. Zu verdanken ist diese Gewissheit den Meteorologen Dominique Bäumer und Bernhard Vogel von der Universität und vom Forschungszentrum Karlsruhe zu verdanken. Sie haben Messreihen von zwölf Stationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus den Jahren 1991 bis 2005 analysiert.

Diese Messreihen halten nicht bloß minutiös heiße Sommer und strenge Winter fest, sondern auch das Wetter nach Wochentagen. Und hier zeigt sich: Wolken, Temperaturen und Niederschlag folgen einem ausgeprägten Wochengang, der sich statistisch eindeutig nachweisen lässt. Ganz gleich ob auf Helgoland, in Aachen, Düsseldorf oder Berlin, in Karlsruhe, Konstanz oder auf der Zugspitze.

Wetter und Arbeitswoche passen nicht zueinander

In einem Beitrag für die Fachzeitschrift "Geophysical Research Letters" schreiben Bäumer und Vogel: Wichtige meteorologische Kenngrößen ticken beim deutschen Wetter im Sieben-Tages-Rhythmus.


Temperatur: Sie ist mittwochs am höchsten und fällt samstags am stärksten ab. Die Differenz beträgt im Schnitt immerhin 0,2 Grad Celsius.
Niederschlag: Der Montag ist der trockenste, der Samstag der nässeste Tag der Woche. Das gilt sowohl für die mittlere Regenmenge als auch für die Häufigkeit von Starkniederschlägen.
Wolkenbedeckung: Sie ist am Wochenanfang am schwächsten (Minimum: Dienstag) und am Wochenende am stärksten (Maximum: Sonnabend).
Sonnenscheindauer: Sie verhält sich erwartungsgemäß analog zur Wolkenbedeckung. Die Sonne strahlt dienstags im Schnitt eine Viertelstunde länger vom Himmel als samstags.

Alles in allem eine trübe Einsicht, nicht bloß für Fußball-Fans: Am arbeitsfreien Wochenende geizt das Wetter mit Wärme und Sonne. Und dieses Freizeit-inkompatible Muster ist zu allem Überfluss "im Sommer stärker ausgeprägt als im Winter", sagt Meteorologe Vogel SPIEGEL ONLINE.

Mit natürlichen Dingen kann das nicht zugehen. "Woher sollte das Wetter denn wissen, dass gerade Mittwoch ist?", sagt Vogel. Es gebe zwar Wetterzyklen, eine natürliche Sieben-Tage-Periode sei aber nicht darunter.

Das lässt nur einen Schluss zu: Der Wochenrhythmus des Menschen prägt das Wetter in Deutschland - und zwar über Luftschadstoffe. Kraftwerke, Industrie und Verkehr stoßen davon werktags deutlich mehr aus, und diese geballte Ladung macht sich dann immer am Wochenende bemerkbar.

Ozon, Stickoxide, Wirbelstürme gehorchen dem Dreckrhytmus

Abgase und Feinstaub erzeugen unter der Woche ein Gewirr künstlicher Schwebteilchen (Aerosole) in der Atmosphäre. Der dominierende Sulfatstaub kühlt die bodennahe Luft, indem er einfallendes Sonnenlicht reflektiert. Außerdem lagert sich an den Schwebteilchen Wasser an. Als Starter- oder Kondensationskeime führen diese Kleinsttröpfchen zur Bildung von Wolken.

Forscher hatten in den vergangenen sechs Jahren Schwankungen einzelner Teilchenkonzentrationen in Kanada und Kalifornien, auf Hawaii und für Stickstoff-Dioxid auch über Deutschland festgestellt. Schon 1997 wies Stefan Brönnimann von der Universität Bern nach, dass die Ozonkonzentration über der Schweiz im Wochenrhythmus schwankt. Ein Jahr später fiel Randall Cerveney von der Arizona State University ein anderer Effekt auf: Über dem Nordwestatlantik schien es periodische Muster im Niederschlag und in der Windgeschwindigkeit von Wirbelstürmen zu geben - ebenfalls im Wochenrhythmus.

Doch warum sind Wetter und Wochenende so arg aus dem Takt? Schließlich geht doch schon freitagabends der Staub-Ausstoß kräftig zurück. Warum kühle, nasse Samstage?

Bisher nur Einzelnes - jetzt kompletter Rhythmus

"Da tappen wir relativ im Dunkeln", sagt Bäumer. Die "zeitliche Phasenverschiebung" lasse sich wohl am ehesten so erklären: "Die Aerosole müssen sich größtenteils erst einmal aus Abgasen bilden, und auch die Wolkenbildung dauert ihre Zeit." Vogel sieht jedenfalls den Beleg dafür erbracht, dass der Mensch per Schadstoffausstoß nicht nur das Klima beeinflusst, sondern "auf viel kürzeren Zeitskalen auch das Wetter". Von Untersuchungsergebnissen aus China und den USA werde diese Hypothese bestätigt. "In Europa ist uns aber bisher keine Arbeit bekannt, die so viele Wetterstationen einbezieht", sagt Bäumer.

"Auf jeden Fall Hand und Fuß" hat die neue Studie nach Ansicht von Johannes Quaas vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Seine Arbeitsgruppe befasst sich intensiv mit den Wechselwirkungen zwischen Wolken und Klima. Quaas lobt, dass der Wochenzyklus jetzt für eine ganze Reihe meteorologischer Größen belegt werden konnte. Vorher sei nur Einzelnes bekannt gewesen, zum Beispiel dass der Samstag vergleichsweise nass ist. Bei der Ursachensuche tippt auch Quaas auf indirekte Staubeffekte am Himmel über Deutschland.

Deren Folgen mögen dem gemeinen Arbeitnehmer garstig erscheinen - eine Prognose für die kommenden Wochenenden lässt sich aus den Erkenntnissen zu den langjährigen Mittelwerten allerdings keineswegs ablesen. Das Wetter ist schließlich noch vielen anderen Faktoren abhängig. Vogel: "Nicht an jedem Montag bleibt der Himmel trocken!"

Donnerstag, 25. Januar 2007

So liegt das Land

2007 - und die Gegend hier macht zwar als Windheimat unrühmlich Furore, doch zugleich kommt auch in ihr Schnee vor.
Und weil das Bild von dieser Stelle eine Premiere ist, soll sie hier dokumentiert werden.

Land-in-weiss

Lions Cottage

Ein Sonne-Mond-Symbolon

Zeichen

DAS LAND
(Richtung Seelenaue)
(Richtung Wald)
(Richtung Berge)
DIE MONDIN
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